UB Basel
Archiv Aktuell-Meldungen - 02.01.1998
Ausstellung: Wolfgang Borchert: Leben - Werk - Wirkung

Wolfgang Borchert

Leben - Werk - Wirkung

Ausstellung 17. Januar - 3. April 1998

Öffentliche Bibliothek der Universität Basel, Schönbeinstrasse 20
 
Geöffnet:  Montag-Freitag 08.30-19.30 Uhr 
Samstag 08.30-16.30 Uhr 
Geschlossen:  Fasnacht: 2. und 4. März ab 12 Uhr  
ganzer Nachmittag  

Der Eintritt ist frei  
 

Vernissage:  Öffentliche Bibliothek der Universität Basel, Schönbeinstrasse 20  
Freitag, 16. Januar 1998, um 18.15 Uhr  

Begrüssung durch Hannes Hug, Direktor der Universitätsbibliothek.  
Dr. Richard Gerecke, Internationale Wolfgang-Borchert-Gesellschaft, spricht über "Borchers Weg nach Basel".  
Bernd M. Kraske, Internationale Wolfgang-Borchert-Gesellschaft, stellt die Ausstellung vor.  
Eva Hilbck liest Texte von Wolfgang Borchert.  

Anschliessend wird ein Apéro serviert. 

Wir danken der Internationalen Wolfgang-Borchert-Gesellschaft, Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, die uns die Ausstellung zur Verfügung stellt.

Den 50. Todestag von Wolfgang Borchert, der am 20. November 1947 im Alter von 26 Jahren im Basler Claraspital starb, nimmt die Öffentliche Bibliothek der Universität Basel zum Anlass, eine umfangreiche Ausstellung zu dessen Leben, Werk und Wirkung zu zeigen. Sie wurde vom Schloss Reinbek in Zusammenarbeit mit dem Wolfgang-Borchert-Archiv an der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg eingerichtet.

Mit 250 Exponaten dokumentiert sie den Lebensweg des Hamburger Schriftstellers innerhalb einer Familie, deren bürgeliche Normalität und Intaktheit zunehmend in eine ästhetisch-moralisch fundierte Opposition zum Nationalsozialismus geriet, die sich in zivilem Ungehorsam und einer zunehmenden Abscheu vor und Auflehnung gegen das herrschende Regime äusserte. Die Lust am komödiantischen Spiel, an der Parodie der Mächtigen, brachte den Schauspieler Borchert gar mehrmals in die Gefängnisse der Staatsmacht.

Was Borcherts schriftstellerische Sprache so unverwechselbar werden liess, war die leidvolle Erfahrung des Krieges, das Fronterlebnis in Russland, aber auch der Schock des Anblicks des ausgebombten Hamburg anlässlich eines Fronturlaubs. Der schöpferischen Verarbeitung des Erlebten wird in der Ausstellung deshalb besonders breiter Raum gegeben. Es geht jedoch auch darum, einen lebensfrohen, geradezu lebensgierigen jungen Menschen zu zeigen, der die Frauen liebte und in durchaus sentimentaler Weise an seiner Heimatstadt hing.

Die Ausstellung ist vom 17. Januar bis 3. April im Ausstellungsraum der Öffentlichen Bibliothek der Universität Basel, Schönbeinstr. 18, zu sehen. Montag bis Freitag 08.30-19.30 Uhr, Samstag 08.30-16.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Zur Ausstellung liegt ein reich bebilderter Katalog vor (Fr. 17.--).

12.97 cb


Archiv Aktuell-Meldungen (vor 2008)

© 1995-2008 Universitätsbibliothek Basel