| UB Basel |
| Archiv Aktuell-Meldungen - 06.04.1998 Ausstellung: Der Dramatiker Cäsar von Arx (1895-1949) |
Öffentliche Bibliothek der Universität Basel, Schönbeinstrasse 20
Geöffnet
Montag-Freitag 08.30-19.30 Uhr
Samstag 08.30-16.30 Uhr
Geschlossen
Tag der Arbeit 30. April ab 12 Uhr - 2. Mai
Auffahrt 20. Mai ab 12 Uhr - 23. Mai
Pfingstmontag 1. Juni
Der Eintritt ist frei
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Vernissage
Öffentliche Bibliothek der Universität Basel, Schönbeinstrasse 20
Donnerstag, 23. April 1998, um 18.15 Uhr
Begrüssung durch Hannes Hug, Direktor der Universitätsbibliothek Basel.
PD Dr. Urs Viktor Kamber, Universität Basel, spricht über
"Annäherungen an Cäsar von Arx - Versuch einer Standortbestimmung“.
Eva Hilbck liest Texte von Cäsar von Arx
Ein Vokalensemble unter der Leitung von Arthur Eglin singt Cäsar von Arx-Vertonungen von Werner Wehrli
Anschliessend wird ein Apéro serviert.
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Rahmenprogramm
Donnerstag, 7. Mai 1998, 18.15 Uhr
Dr. Ulrich Niederer (Zentralbibliothek Luzern)
Selbsthilfeversuche Schweizerischer Dramatiker. Cäsar von Arx und der Schweizerische Schriftstellerverband.
Dr. Jürg Niederhauser und lic.phil. Kurt Stadelmann (Universität Bern)
„Von mir ist nicht viel zu berichten.“ Der Briefwechsel zwischen Cäsar von Arx und dem Literaturwissenschaftler Otto Oberholzer.
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Cäsar von Arx, 1895 in Basel geboren, war zu seiner Zeit der bedeutendste, auch international anerkannte Schweizer Dramatiker. In Kleinbasel unter bedrückend armen Verhältnissen aufgewachsen, studierte er zunächst Germanistik, Geschichte und Philsosophie, wandte sich aber schon vor Abschluss seiner Studien dem Theater zu. Bereits als Schüler hatte er als Autor eines Festspiels Aufsehen erregt. Das Stück „Laupen“ wurde 1914, nach einer glänzenden Premiere im Basler Stadttheater, von 200 Mitschülerinnen und Mitschülern als Beitrag der Basler Jugend zur Schweizerischen Landeausstellung in Bern aufgeführt.
In kurzer Zeit avancierte von Arx am Basler Stadttheater zum Regisseur und schaffte 1920 den Sprung ins Ausland, ans Alte Theater nach Leipzig, wo er 1921 seine „Rot Schwizerin“ inszenierte. In die Schweiz zurückgekehrt, arbeitete er 1924/25 als Oberregisseur am Zürcher Schauspielhaus. 1924 heiratete er und schlug sich von 1925 an als freier Schriftsteller durch. Dies gelang ihm nicht zuletzt dank einer eindrücklichen Reihe von Festspielen, die er als dramatische Gattung auf ein bisher unerreichtes Niveau hob und deren Vereinnahmung durch die „Geistige Landesverteidigung“ er sich widersetzte. Von Arx war auch ein überzeugter Antifaschist und war bereits 1936 aus dem Verband Deutscher Bühnenschriftsteller ausgetreten.
Zum grössten Erfolg von Arx’ wurde „Der Verrat von Novarra“, der 1934 in der Regie Leopold Lindtbergs in Zürich uraufgeführt und in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. Mit „Brüder in Christo“ gelang ihm 1947 ein letztes meisterhaftes Werk. Nach dem Tod seiner Frau schied er 1949 freiwillig aus dem Leben.
Die umfassende, von Viktor Urs Kamber konziperte Ausstellung legt die biographischen Akzente auf die Jugendjahre in Basel, die Verbindung mit seiner Frau Gertrud Häfelin, die Freundschaft mit dem Dramatiker Georg Kaiser und auf die letzten Tage seines Lebens. Bei von Arx’ Werken liegen die Schwerpunkte auf den frühen Regiearbeiten, den Festspielen und den dramatischen Hauptwerken.
06.04.1998 / cb