UB Basel
Archiv Aktuell-Meldungen - 01.09.1999
Die UB erhält ein neues Bibliothekssystem

Die UB erhält ein neues Bibliothekssystem

IDS und ALEPH heissen die neuen Zauberworte für Basels wissenschaftliche Bibliotheken. Die UB und ihre Verbundbibiotheken werden Teil des Informationsverbunds Deutschschweiz (IDS) und arbeiten neu mit dem Bibliothekssystem ALEPH 500. Damit wird - knapp zwanzig Jahre nach Einführung der Bibliotheks-EDV - die bisherige Software SIBIL abgelöst.

Die Umstellung geschieht in zwei Etappen:

Die Daten der Basler UB und der ihr angegliederten Verbundbibliotheken werden Anfang September 1999 auf das neue System ALEPH 500 geladen. Parallel dazu vollziehen auch die andern Deutschschweizer Hochschulbibliotheken diesen Schritt: Nebst der Stadt- und Universitätsbibliothek Bern, die zusammen mit der Basler UB auch weiterhin den Katalogverbund Basel/Bern betreiben wird, die Bibliotheken der HSG St. Gallen, der Zentralbibliothek Zürich, der Universität Zürich, der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, der ETH Zürich und der EPF Lausanne. Damit profitieren Benutzerinnen und Benutzer erstmals von ein- und derselben Oberfläche bei der Abfrage der Kataloge all dieser Institutionen.

Etwa ein Jahr später werden all diese Bestände zusammengeführt, so dass die rund 4,4 Mio. Titel, die mit EDV erfasst sind, mit einer einzigen Autoren- oder Titelabfrage gefunden werden können. Selbstverständlich wird aber auch weiterhin die Suche auf lokaler Ebene oder innerhalb einer einzelnen Bibliothek möglich sein.

Perspektiven ...

Bereits Anfang 2000 werden die Hauptbibliotheken der beteiligten Hochschulen ihre Benutzerregister zusammenführen. Sie anerkennen damit gegenseitig ihre Benutzerinnen und Benutzer und schaffen damit eine wichtige Voraussetzung für die Möglichkeit der Direktbestellung über die Institutionsgrenzen hinaus. Zudem ist auch für die Basler UB eine Digitalisierung der bisher lediglich auf Katalogkarten verzeichneten älteren Literatur geplant. Informationsangebot und -erhältlichkeit werden somit laufend verbessert.

... und Probleme

Diesen erfreulichen Aussichten stehen einige Schwierigkeiten entgegen, die noch der Lösung bedürfen. Eine besondere Knacknuss stellt die Frage einer gemeinsamen Sacherschliessung im Kontext der geplanten Katalogzusammenführung dar. Zudem sind kurzfristig gewisse Probleme im Bereich der Ausleihe zu erwarten, wo sich die Systemablösung besonders komplex gestaltet. Für allfällige Unannehmlichkeiten während der Einführungsphase hoffen wir auf das Wohlwollen unserer Benutzerinnen und Benutzer. Und last but not least zwingen uns die neue Verbundstruktur und die (zumal im Bereich des Erwerbungskredits) angespannte finanzielle Situation zu einer gewissen Neuorientierung: So muss auch die UB künftig Gebühren für Dienstleistungen erheben, die sie bisher gratis anbieten konnte.

01.09.1999 / cb



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