UB Basel
Archiv Aktuell-Meldungen - 04.09.2002
Ausstellung: Schau genau - Regarde! - Look twice

Ausstellung: Schau genau - Regarde! - Look twice

Variationen im Kinderbuch zwischen 1950 und 2000

26. September - 8. November 2002

Öffentliche Bibliothek der Universität Basel, Schönbeinstrasse 20  

Geöffnet:  Montag-Freitag 08.30 -19.30 Uhr 
Samstag 08.30 -16.30 Uhr 

Der Eintritt ist frei 

 

     
 
Vernissage:    Mittwoch, 25. September 2002, um 18.15 Uhr  
  
An der Eröffnung sprechen:
Hannes Hug, Direktor der Universitätsbibliothek   
Claudia de Weck, Mitglied des Stiftungsrates SIKJB .  
Denise von Stockar, Institut suisse Jeunesse et Médias .  

Anschliessend Apéro  


Warum wird eine Zürcher Kinderbuchausstellung in Basel eröffnet? Und wie kommt sie zur hohen Ehre des Besuchs der Kaiserin von Japan und der First Lady von Ägypten?

Die Antwort auf diese Fragen heisst IBBY - das International Board on Books for Young People. Diese internationale Organisation fördert in zahlreichen Ländern die Kinder- und Jugendliteratur. Dieses Jahr feiert IBBY sein 50jähriges Bestehen mit einem Kongress in Basel. Zusammen mit Bundesrätin Ruth Dreifuss haben die Kaiserin Michiko von Japan und die First Lady von Ägypten, Suzanne Mubarak, ein Zeichen für die heutige Bedeutung der Kinderliteratur gesetzt und das Patronat über den Kongress übernommen. Was sich niemand zu erwarten getraute, ist eingetroffen: alle drei Schirmherrinnen haben die Einladung zum Kongress angenommen. Besonders der Besuch der Kaiserin von Japan ist eine Sensation - auch in ihrem eigenen Land.

Das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM), die nationale Sektion von IBBY, zeigt aus Anlass des Kongresses vom 26. September bis 8. November in der Basler Universitätsbibliothek rund 350 Bilderbücher aus seinen Beständen. Die Ausstellung mit dem Titel "Schau genau - Regarde! - Look twice" gibt Einblick in vielfältige Möglichkeiten des Geschichtenerzählens mit Bildern, in unterschiedliche kulturelle Traditionen, aber auch in internationale Strömungen und die Ergebnisse länderübergreifender Zusammenarbeit. Die Bücher kommen aus Europa, Nord- und Südamerika, Japan und Iran. Die Ausstellung umfasst den Zeitraum von 1950 - 2000 und kann damit inhaltliche und stilistische Veränderungen deutlich machen, die zum Teil international, zum Teil auf einzelne Regionen beschränkt sind.

Das Konzept der Ausstellung stellt sich heutigen Fragen an Bildermedien. Zum Beispiel: Wie lesen wir Bilder, wie lesen heutige Kinder Bilder? Welche Sprache, welche Wörter und Sätze stehen dem Zeichenstift, dem Pinsel oder anderen grafischen Mitteln zur Verfügung? Wie kommt das Bild aufs Papier? Glückliche und genussvolle Wiederbegegnungen mit Lieblingsbüchern werden möglich, aber auch Hinweise auf die Entwicklung von visueller Kompetenz, die im heute herrschenden Malaise der Leseförderung von so immenser Bedeutung ist - beim Kleinkind wie bei seinen erwachsenen Betreuern. Darüber hinaus sind die gezeigten Bilderbücher ein Augenschmaus für Liebhaber und Geniesser von Illustration, von gemalten Geschichten, Farben, Linien, Formen mit hohem grafischen Anspruch.

Das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien konnte für die Ausstellung auf zwei umfangreiche Sammlungen in seinem Besitz, die beide über die Sammlerinnen mit der Geschichte des IBBY verbunden sind, zurückgreifen: Die Verlegerin Bettina Hürlimann und die Buchhändlerin Elisabeth Waldmann, beide lange Jahre in Zürich tätig, waren schon bei der Gründung des IBBY in Zürich im Jahre 1953 dabei, als - so erzählt die Geschichte - Astrid Lindgren mit Erich Kästner ausgelassen auf den Strassen Zürichs tanzte. Damals, kurz nach dem zweiten Weltkrieg, taten sich besorgte Schriftsteller, Verleger und Politiker zusammen, um im Zeichen der Friedensvermittlung und des Wiederaufbaus der kinderliterarischen Buchkultur und Lesefördung sowie zur Linderung und Überbrückung der Kindernot in Europa eine Organisation zu gründen.

Es lag also nahe, durch die Ausstellung "Schau genau - Regarde! - Look twice" die 450 KongressteilnehmerInnen mit der internationalen Sammlung des SIKJM bekannt zu machen. Sie wird in der Basler Universitätsbibliothek am 25. September um 18.15 Uhr eröffnet und dauert bis zum 8. November.
Zur Ausstellung erscheint der gleichnamige Katalog, der im Schweizerischen Institut für Kinder- und Jugendmedien, Zeltweg 11, 8032 Zürich und während der Ausstellung auch an der Lesesaaltheke der Universitätsbibliothek zu CHF 30.-- / Euro 20.-- bezogen werden kann.
Die Ausstellung ist wochentags von 08.30 bis 19.30 Uhr geöffnet, samstags bis 16.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Kontaktadressen:
· Schweizerisches Institut für Kinder- und Jugendmedien, Frau Christine Holliger, Zeltweg 11, 8032 Zürich. Tel. 01 - 261 90 44, Fax 01 - 261 91 45, Email: christine.holliger@sji.ch
· Universitätsbibliothek Basel, Herr Christoph Ballmer, Schönbeinstrasse 18, 4056 Basel. Tel. 061 - 267 31 24, Fax 061 - 267 31 03, Email: christoph.ballmer@unibas.ch (abwesend 7. - 19.9.)


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