UB Basel
Archiv Aktuell-Meldungen - 10.06.2003
Ausstellung: Christoph Bernoulli - Ein kosmopolitischer Basler

Ausstellung: Christoph Bernoulli - Ein kosmopolitischer Basler

21. Juni - 13. September 2003

Öffentliche Bibliothek der Universität Basel, Schönbeinstrasse 20


 
Geöffnet:  Montag-Freitag 08.30-19.30 Uhr 
Samstag 08.30-12.30 Uhr (Juli/August bis 12.30 Uhr) 
Geschlossen:  1. und 2. August (Nationalfeiertag)

Der Eintritt ist frei  
 

Vernissage:  Freitag, 20. Juni 2003, 18.15 Uhr  
Begrüssung: Hannes Hug (Direktor UB Basel)   
Zur Ausstellung: Prof. Dr. Martin Steinmann  
Musikalische Umrahmung: Aleksandar und Jelena Dimitrijevic (Klarinette/Klavier)

Anschliessend Apéro 


Die UB würdigt in ihrer Sommerausstellung einen Basler, der weit über seine Heimatstadt hinaus gewirkt und als bedeutende, originelle Persönlichkeit viel Beachtung gefunden hat: Christoph Bernoulli.

Christoph Bernoulli (1897-1981) versuchte sich nach seiner Studienzeit (Abschluss in Philosophie) als Schauspieler, Journalist und Musikverleger in Berlin. Bei Gerhart Hauptmann auf Hiddensoe lernte er seine künftige Frau kennen, die Modezeichnerin Alice Meisel. Nach Basel zurückgekehrt, betätigte er sich als Kunsthändler und Innenarchitekt. Sein Haus wurde zum Zentrum eines internationalen Kreises von Schauspielern, Musikern und Künstlern. Während des Krieges half er zahlreichen Emigranten auf der Flucht und beim Aufbau einer neuen Existenz. Der Vermittlung Bernoullis verdankt das Basler Kunstmuseum so bekannte Bilder wie Forêt vierge au soleil couchant von Henri Rousseau le Douanier. Er hat unter vielen anderen das Wildtsche Haus, das Jüdische Museum in Basel und das Musée Baur in Genf eingerichtet. Für seinen Freund, den Historiker, Diplomaten und Schriftsteller Carl Jacob Burckhardt stattete Bernoulli das im Krieg ausgeräumte Schweizer Botschaftsgebäude in Paris neu aus.

Die Ausstellung in der UB stellt Bernoulli in seinen weitgespannten Beziehungen und Kontakten dar. Gezeigt werden Briefe von Elsie Attenhofer, Alberto Giacometti, Käthe Gold, Gustav Gründgens, Robert von Hirsch, Vladimir Horowitz, Robert Käppeli, Meret Oppenheim, Isaac Stern, Carl Zuckmayer und vielen anderen berühmten Zeitgenossen, dazu Photographien und weitere Dokumente. Auch Bernoullis illustrierte Briefcouverts, Bilder und Zeichnungen werden nicht fehlen....

Die ausgestellten Objekte gehören fast ausnahmslos zu den Beständen der Universitätsbibliothek Basel und sind teils käuflich erworben, teils geschenkt worden Die Ausstellung ist als Dank an die Nachkommen Bernoullis gedacht, und zugleich ist sie ein Beispiel dafür, wie geistiges Leben und internationale Ausstrahlung der Stadt Basel in ihrer Bibliothek dokumentiert sind.

Weitere Auskünfte erteilt der Ausstellungsmacher:
Prof. Dr. Martin Steinmann
Martin.Steinmann@unibas.ch
Telefon: 061 267 31 33

10.06.2003 / cb



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