UB Basel
Archiv Aktuell-Meldungen - 24.11.2003
Ausstellung: Pole Poppenspäler - Storms Novelle im Figurentheater

Ausstellung: Pole Poppenspäler - Storms Novelle im Figurentheater

6. Dezember 2003 - 28. Februar 2004

Öffentliche Bibliothek der Universität Basel, Schönbeinstrasse 20


 
Geöffnet:  Montag-Freitag 08.30-19.30 Uhr 
Samstag 08.30-16.30 Uhr 
Geschlossen: 24.-28. Dezember und 31. Dezember bis 4. Januar 
 
 
Vernissage:  Freitag, 5. Dezember 2003, 18.15 Uhr  
Hannes Hug (Direktor UB Basel): Begrüssung   
Elisabeth Oeggerli (UB Basel): Einführung Theodor Storm
Claire-Lise Dovat (UB Basel): Einführung in die Ausstellung
 
Die Nouvelle Troupe du Théâtre des Marionnettes de Fribourg spielt eine freie Adaptierung der La Fontaine-Fabel "Le loup et l'agneau"

Anschliessend Apéro 

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Theodor Storms "Pole Poppenspäler" erschien erstmals im Juni 1874 im Leipziger Verlag Alphons Dürr und wurde - u.a. als Schullektüre - bald zu einer der meistgelesenen Novellen des 19. Jahrhunderts.

Die Universitätsbibliothek Basel zeigt eine Ausstellung mit über 60 verschiedenen Ausgaben des Werks, u. a. Raritäten wie ein 1899 gedrucktes Exemplar aus dem Verlag George Westermann (Braunschweig) und ein Kunstbuch mit Originallinolschnitten von Gisela Mott-Dreizler.

Der Kasper spielt eine grosse Rolle in der Novelle. Entsprechend bot der Text eine vielfältige Grundlage für Figuren- und Puppentheater aller Art. Die Ausstellung zeigt deshalb nicht nur Bücher, sondern auch verschiedene Kasper-, Kasperl-, Hanswurst- ,Wurstl- und Guignolfiguren, u.a. einen von Richard Kölner, dem Gründer des Basler Marionetten Theaters, geschnitzten Hanswurst, der im "Dr. Faust" (das alten Puppenspiel nach Carl Simrock und Christopher Marlowe) gespielt hat und noch spielen wird, einen kleinen Kasper von Christoph Bosshard (Tokkel-Bühne, Liestal) und einen um 1940 geschaffenen Kasper von Gerda Langen (Puppentheater Felicia, Dornach). Unter diesen lustigen (männlichen) Figuren befindet sich ebenfalls ein Gioppino aus Bergamo mit Kropf als besonderem Kennzeichen. Ausserdem werden Marionetten und Handpuppen aus dem "Musée suisse de la marionnette" in Fribourg und dem Spielzeugmuseum in Riehen gezeigt.

Wenn die Novelle "Pole Poppenspäler" über den Niedergang der Wanderbühnen Ende des 19. Jahrhunderts erzählt, so kann man sich nur freuen, dass hierzulande Figurentheater noch so lebendig und vielfältig ist, wie die begleitende Präsentation der 13 professionnellen Gruppen aus der Region Basel es beweist.


Weitere Auskünfte erteilt die Ausstellungsmacherin:
Frau Claire-Lise Dovat
Email: Claire-Lise.Dovat@unibas.ch
Telefon: 061 267 32 03

24.11.2003 / cb



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