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Archiv Aktuell-Meldungen - 20.12.2004
Ausstellung: Werner Helwig - Der Widergänger

Ausstellung: Werner Helwig - Der Widergänger

Eine Ausstellung zum 100. Geburtstag des Schriftstellers und Dichters in der Universitätsbibliothek Basel

15. Januar - 23. April 2005

Öffentliche Bibliothek der Universität Basel, Schönbeinstrasse 20


 
Geöffnet:  Montag-Freitag 08.30-19.30 Uhr 
Samstag 08.30-16.30 Uhr 
Geschlossen: 14. und 16. Februar ab 12.00 Uhr (Fasnacht) und 24. -28. März (Ostern) 
 
 
Vernissage:  Freitag, 14. Januar 2005, 18.15 Uhr  
Begrüssung der Gäste   
Ursula Prause (Mainz): Einführung in die Ausstellung
Thomas Douglas (Theater Basel) liest Texte von Werner Helwig
 

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Werner Helwig, 1905 in Berlin geboren, künstlerisch und musisch begabt, durch widrige Umstände ohne Schulabschluss geblieben, erwarb sich als Autodidakt umfangreiche Kenntnisse in Sprachen, Literatur, Kunst, Musik und Ethnologie. Einige Jahre führte er ein stark von der Jugendbewegung geprägtes abenteuerliches Wander- und Fahrtenleben. Vagabundierend erkundete er zunächst den europäischen Norden und nach der Emigration aus Deutschland die Mittelmeerländer, vor allem Griechenland und Italien.

Ab 1939 befand er sich in Zürich, heiratete 1941 Yvonne Germaine Diem, eine Welsch-Schweizerin, musste jedoch 1942 wegen Verstosses gegen das für Ausländer bestehende Publikationsverbot die Schweiz verlassen. Bis 1949 lebte er mit seiner Familie in kärglichen Verhältnissen in Liechtenstein und ab 1950, nach Rückkehrerlaubnis in die Schweiz, in Genf. Nun kamen die meisten seiner Bücher heraus. Er erhielt den Grossen Literaturpreis der Mainzer Akademie, machte sich als freier Mitarbeiter zahlreicher Zeitungen und Zeitschriften als Essayist, Kritiker und Rezensent einen Namen, wurde Mitglied des deutschen und Liechtensteiner PEN und erhielt 1981 das Bundesverdienstkreuz. 1978 starb nach 38jähriger Ehe seine Frau Yvonne. 1981 heiratete er ein zweites Mal: Gerda Heimes. Er starb drei Wochen nach seinem 80. Geburtstag in Genf. Begraben liegt er in Deutschland, in Wormbach im Sauerland, der Heimat seiner zweiten Frau.

Helwig, 1939 durch den Roman RAUBFISCHER IN HELLAS bekannt geworden, schrieb Romane, Erzählungen und Lyrik, auch fernöstliche Nachdichtungen, und eine nicht überschaubare Anzahl von Essays, Rezensionen und Reiseberichten. Auch als Liedermacher ist er bekannt geworden. Da Helwig mit vielen namhaften Persönlichkeiten seiner Zeit bekannt oder befreundet war, ist auch die mit ihnen geführte Korrespondenz von nicht zu unterschätzender Bedeutung.

Die Ausstellung zum 100. Geburtstag Helwigs zeigt Leben und Werk eines Schriftstellers und Dichters, der - obwohl literarischer Aussenseiter - ein umfangreiches, vielgestaltiges, lesens- und bedenkenswertes Werk geschaffen hat. Dokumentiert wird dies durch Erstausgaben und Neuauflagen seiner Bücher, Einzelveröffentlichungen, Manuskripte, Typoskripte, Korrespondenz, Urkunden, Fotos, Tagebücher unter Einbeziehung von Autographen, Teilen aus Helwigs Sammlungen und persönlichen Dingen. Das Ausstellungsmaterial stammt fast ausschliesslich aus dem Nachlass von Werner Helwig, der nach Werner Helwigs Tod in den Besitz seiner Frau Gerda Helwig überging und nach deren Tod 1998 in den Besitz von Ursula Prause, der Schwester von Gerda Helwig. Auf der Basis und in Fortsetzung der Arbeit, die Gerda Helwig geleistet hat, um Namen und Werk ihres Mannes nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, wurde das Material für diese Ausstellung zusammengestellt und aufbereitet von Ursula Prause.

An der Vernissage vom 14. Januar wird die Ausstellungsmacherin Ursula Prause (Mainz) in Leben und Werk von Werner Helwig einführen. Der Schauspieler Thomas Douglas (Theater Basel) liest Lyrik- und Prosatexte.

Weitere Auskünfte erteilt die Ausstellungsmacherin:
Ursula Prause (Mainz)
Tel. +49 6131 361557
ulrich.prause@t-online.de

20.12.2004 / cb



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