UB Basel
Archiv Aktuell-Meldungen - 11.04.2005
Ausstellung: Zeigefinger Gottes - Naturkatastrophen, Missgeburten und Kometen in der Frühen Neuzeit

Ausstellung: Zeigefinger Gottes - Naturkatastrophen, Missgeburten und Kometen in der Frühen Neuzeit

Ausstellung in der Öffentlichen Bibliothek der Universität Basel
28. Mai bis 6. August 2005
Schönbeinstrasse 20

 

Geöffnet:  Montag-Freitag 08.30-19.30 Uhr 
Samstag Mai/Juni 08.30-16.30 Uhr
Samstag Juli/August 08.30-12.30 Uhr 

Geschlossen: 

1. August (Nationalfeiertag)

Der Eintritt ist frei  
 

Vernissage:  Freitag, 27. Mai 2005, 18.15 Uhr  

Begrüssung
Hannes Hug, Universitätsbibliothek Basel   

Die Interpretation von Naturkatastrophen gestern und heute
Prof. Dr. Rosmarie Zeller, Universität Basel

Erdbebengefährdung im Raum Basel
Dr. Donat Fäh, Schweizerisches Institut für Erdbebenforschung, ETHZ

Anschliessend Apéro 

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Vor 250 Jahren, am 1. November 1755 fand in einer Welt, von der man glaubte, dass es die beste aller möglichen sei, eines der grössten Erdbeben der europäischen Geschichte statt, das Erdbeben von Lissabon. Es bildet zugleich so etwas wie einen Endpunkt einer langen Auslegungstradition von Naturkatastrophen unter moralischen Gesichtspunkten. In der Frühen Neuzeit wurden Naturkatastrophen nicht einfach als Naturereignisse wahrgenommen, sondern sie wurden wie andere unerklärliche, wunderbare Phänomene etwa Missgeburten, Kometen oder Morde als Zeichen Gottes gelesen, mit denen die Menschen gewarnt und ihnen manchmal noch grösseres Unglück angekündigt wurde, welches es durch ein gottgefälliges Leben womöglich zu verhindern galt.

Auf der UB Basel finden sich umfangreiche Bestände dieser Art von Literatur, welche sich oft auf der Grenze zwischen moralischem Diskurs und Interesse an der Kuriosität bewegt und in Wort und Bild das Interesse der Leser zu erwecken versucht. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von Bildern und Texten über besonders markante Naturkatastrophen wie den Bergsturz von Yvorne (1572), den Untergang von Plurs / Piuro (1618), das Erdbeben von Lissabon (1755) und stellt den Zusammenhang her zu in der Sicht der Frühen Neuzeit gleichwertigen Phänomenen wie Kometen und Monstren.

Weitere Auskünfte erteilt die Ausstellungsmacherin:
Frau Prof. Dr. Rosmarie Zeller, Deutsches Seminar, Nadelberg 4, 4051 Basel.
Tel: 061 267 34 27, FAX: 061 267 34 40, E-Mail: Rosmarie.Zeller@unibas.ch

11.04.2005 / cb



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