UB Basel
Archiv Aktuell-Meldungen - 15.11.2006
Ausstellung: Märchen-Spielereien - Rotkäppchen und die anderen

Ausstellung: Märchen-Spielereien - Rotkäppchen und die anderen

Aiga Klotz zeigt Bücher, Bilder, Spielsachen, Gebrauchsgegenstände und anderes aus ihrer Sammlung.

Ausstellung in der Universitätsbibliothek Basel
Schönbeinstrasse 20

2. Dezember 2006 - 17. Februar 2007

Geöffnet
Montag - Freitag 08.30-19.30 Uhr
Samstag 08.30-16.30 Uhr

Der Eintritt ist frei

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Vernissage

Freitag 1. Dezember 2006, 18.15 Uhr

Hannes Hug (Universitätsbibliothek Basel): Begrüssung
Prof. Dr. Karl Pestalozzi (Universität Basel): Märchen als Vorschule des Lesens
Aiga Klotz (Stuttgart): Und weil sie nicht gestorben sind...

Anschliessend Apero

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Kurzbeschrieb

Märchen-Spielereien: Der Titel ist so heiter wie ernst zu nehmen. Spätestens seit die Brüder Grimm dem Volk die Kinder- und Hausmärchen, die sie ihm zuvor mündlich entnommen hatten, in gedruckter Form zugänglich machten, gelingt es kaum einem Kind, sich dem Einfluss der Märchen zu entziehen. Das Kind betrachtet die Welt durch Märchenfiguren und Märchenmotive und misst Glück und Unglück mit Märchenmass. Den Erwachsenen ergeht es nicht anders.
Märchen sind ein allgemeiner, allen gemeinsamer Erinnerungsschatz, zusammen gestellt aus vielerlei intensiv sprechenden Bildern. Er hat auch unsere Sprache mit treffenden Redewendungen angereichert. Denn wir verstehen sofort, wenn von einem Aschenputtel der Familie die Rede ist. Oder von einem Hans im Glück. Ebenso was eine Pechmarie bezeichnet und wenn jemand so arglos gutgläubig genannt wird wie Rotkäppchen. Und die Pfiffigkeit des tapferen Schneiderleins nicht zu vergessen!
Dieser Erinnerungsschatz ist viel zu schön, viel zu lebendig und zu abenteuerlich, um ihn auf sich beruhen zu lassen. Unentwegt regt er bis in die Gegenwart dazu an, dass man sich mit ihm einlässt, egal wie und wo. Diese Ausstellung greift eben jenes Phänomen auf und versucht es zu veranschaulichen.
In unserer Ausstellung wird dieser Erinnerungsschatz in schönen Büchern und Buchillustrationen, in Puppenfiguren, in Bilderbaukästen sowie Ausschneidebögen und Sammelbildchen, in Brett- und Kartenspielen, in Gebrauchsgegenständen wie Essgeschirr mit Märchenfiguren und Schuhwichsdosen mit dem gekrönten Erdalfrosch obenauf gezeigt. Vom Fortwirken der Märchenfiguren zeugen nicht minder eindrucksvoll Kindertheater, Märchenoper, Kunstmärchen und Märchenfresken. Auch Parodien in Literatur und Malerei sowie, übers pure Spielen hinaus, kommerzielle Werbung und politische Karikatur kommen zum Zug.



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