Vom Übersetzen - Ein Gespräch mit Ilma Rakusa

Vom Übersetzen. Ein Gespräch mit der Schriftstellerin, Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin Ilma Rakusa

Dienstag 2. Dezember 2014
18.30 Uhr
im Vortragssaal der UB Hauptbibliothek


Übersetzungen sind allgegenwärtig: Ohne sie bliebe uns vieles unverständlich oder gar verschlossen. Im Alltag, im Berufsleben, aber auch in der Literatur sind wir darauf angewiesen. Und obschon Übersetzungen so wichtig sind, wird zu selten über sie nachgedacht: Was geschieht eigentlich, wenn ein Text von einer Sprache in eine andere «übertragen» wird? Was verändert sich dabei? Welches Gewicht haben sprachliche und kulturelle Differenzen? Was ist eine «gelungene» Übersetzung? Die Schriftstellerin und Übersetzerin Ilma Rakusa wird im Gespräch mit Marco Kunz und Martin Zingg über ihre Arbeit berichten. Wo liegen lexikalische, syntaktische und klangliche Unterschiede? Und wo gibt es Gemeinsamkeiten? Da eine Übersetzung nicht nur ein Text ist, sondern auch eine Beziehung zwischen Texten, wird dieses Gespräch Gelegenheit bieten zum anregenden Vergleich.

Ilma Rakusa, 1946 als Tochter eines Slowenen und einer Ungarin in Rimavská Sobota (Slowakei) geboren, verbrachte ihre frühe Kindheit in Budapest, Ljubljana und Triest. 1951 übersiedelte sie mit den Eltern nach Zürich. Von 1965 bis 1971 studierte sie Slawistik und Romanistik in Zürich, Paris und St. Petersburg. Ihre Dissertation widmete sie dem Motiv der Einsamkeit in der russischen Literatur. 1977 debütierte sie mit der Gedichtsammlung Wie Winter. Seither sind zahlreiche Lyrik-, Erzähl- und Essaybände erschienen. Als Publizistin und als Lehrbeauftragte setzt sie sich für die Vermittlung osteuropäischer Literaturen ein. Ihre Arbeit wurde mit namhaften Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Sie ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Ilma Rakusa lebt in Zürich.

Eine Koproduktion mit der Heinrich Enrique Beck-Stiftung Basel.

19.11.2014 / cb