Eine neue Stimme für die Industriekultur

Kilian Elsasser, Präsident des neuen Verbands

Wirtschaftsarchive sind Kulturgut. Deswegen beteiligt sich das Schweizerische Wirtschaftsarchiv (SWA) als Gründungsmitglied am "Verband Industriekultur und Technikgeschichte Schweiz" (VINTES). Über 50 Vertreter von schweizerischen Institutionen und Organisationen aus allen Landesteilen haben den neuen Verband am 27. November 2015 in Zug aus der Taufe gehoben.
 
Der Verband VINTES bezweckt die Bewahrung, Förderung, Weiterentwicklung und Vermittlung des reichhaltigen Erbes der schweizerischen Industrie, Wirtschaft und Technik. Ziel der Verbandsgründung ist es, das Interesse an der Kulturgeschichte der Industrie zu fördern und sinnvolle Massnahmen umzusetzen, um die einzelnen Initiativen zu unterstützen und zu vernetzen.
Die Gruppe der Initianten setzt sich aus Vertretern von Museen, Archiven und Lehrpfaden zusammen. Die Institutionen sind je etwa zur Hälfte dem privaten und dem öffentlichen Sektor zuzurechnen.

Zeugen der Industriekultur sind nicht nur alte Fabriken, Brücken, Lokomotiven oder Maschinen, sondern auch Archivbestände.
Das SWA bewahrt umfangreiche Archivbestände von Industrieunternehmen und pflegt Dokumentensammlungen zu allen wichtigen Branchen der Schweizer Wirtschaft.
Das SWA ist bei VINTES mit von der Partie, weil die Erhaltung von Kulturgut eine Netzwerkaufgabe ist.

Der Vorstand des Verbandes besteht aus folgenden Personen:
- Philipp Abegg, Stiftung Ballyana, Schönenwerd
- Irene Amstutz, Schweizerisches Wirtschaftsarchiv, Basel
- Franziska Eggimann, Eisenbibliothek, Stiftung der Georg Fischer AG, Schlatt
- Kilian T. Elsasser, Museumsfabrik / BLS-Stiftung, Luzern / Bern
- Felix Kunz, Museum Enter, Solothurn
- Markus Meier, Schweiz. Gesellschaft für Technikgeschichte und Industriekultur (SGTI), Aarau
- Ulrich Straub, Verein Industriepfad Lorze Zug, Zug
- Regula Wyss, Historisches Museum des Kantons Thurgau, Frauenfeld

Mehr Informationen

08.12.2015 / lup