Solothurn im Verbund mit Basel und Bern

Neuer Verbund für die Daten der Zentralbibliothek Solothurn

Die Universitätsbibliothek Basel hat im September 2015 mit der Direktion der Zentralbibliothek Solothurn (ZBS) einen Vertrag unterzeichnet, der eine neue überregionale Zusammenarbeit in der Bearbeitung der Katalogdaten regelt.

Die Zentralbibliothek nutzte seit 2007 für die historischen Bestände im Rahmen einer kleinen Verbundlösung das System Aleph im Aargauer Bibliotheksnetz ABN. Da sich der ABN aus dem Projekt der Kooperativen Speicherbibliothek zurückzieht, suchte die ZBS einen Verbundpartner, der weiterhin am Projekt beteiligt ist. Mit dem Informationsverbund Deutschschweiz Basel Bern (IDSBB) wurde ein Partner gefunden, der für Solothurn durch seine historischen Bestände, seine sorgfältig erfassten Daten und die regionale Verankerung eine erfolgreiche Zusammenarbeit gewährleistet.

Der Zeitplan ist ambitioniert: Im letzten Quartal 2015 wird die von der Zentralbibliothek übernommene Kapuzinerbibliothek Solothurn im Verbundkatalog IDSBB erfasst. Im 1. Halbjahr 2016 sollen die Daten der ZBS aus dem ABN in den neuen Verbundkatalog überführt werden. Ab Mitte 2016 werden die historischen Bestände der ZBS im Verbund Basel Bern katalogisiert.

Für die Benutzerinnen und Benutzer ist der neue Verbund eine grosse Bereicherung; auf einen Klick erhält man Zugang zu über 5 Millionen Titeln aus über 200 Bibliotheken der verschiedensten Fachgebiete und Niveaus. Besonders erfreulich ist die Tatsache für die Forschenden über alte Basler Drucke in solothurnischem Besitz: Was einst bei Froben oder Petri gedruckt wurde und dann an Klöster, Stifte und Schulen jenseits des Juras verkauft wurde, wird nun virtuell zusammengeführt.

Diese organisatorische Massnahme ist für die ZBS Solothurn ein sehr wichtiger erster Schritt hin zum umfassenden Angebot an weiteren Dienstleistungen des IDS Basel Bern.

16.12.2015 / via