Bibliotheca Indica (Alfred Sarasin)

Mahabodhi-Tempel in Budha Gaya

Die Bibliotheca Indica ist eine Sammlung von ca. 3000 Bänden zu asiatischer Kunst, Archäologie, Kunsthandwerk und Geschichte mit Schwerpunkt Südasien.

Sie wurde von Alfred Sarasin der UB Basel vermacht, zusammen mit einer Stiftung, mit deren Zinsen weiterhin Neuerscheinungen beschafft werden können. Damit bricht die Sammlung nicht 1953 ab, sondern umfasst - in beschränkterem Masse - auch neuere Literatur zur Archäologie und Kunstgeschichte Südasiens und angrenzender Gebiete.

Zur Entstehung der Bibliotheca Indica

Alfred Sarasin in Indien

Alfred Sarasin-Iselin (1865 - 1953) übernahm 1893 die Leitung der Gesellschaft Riggenbach & Cie., die heute nach ihm Bank Sarasin & Cie AG heisst. Er war einer der Gründer der Schweizerischen Bankiersvereinigung, deren Präsident, Präsident der Schweizerischen Nationalbank, Mitglied in zahlreichen Verwaltungsräten und vertrat die Schweiz mehrmals in wirtschaftlichen Fragen im Ausland.

In einem Artikel beschrieb Alfred Sarasin selbst, wie es zu seiner Bibliotheca Indica kam:

(Fotos von A. Sarasin und E. LaRoche)
Taj Mahal, Agra

"Mein Freund, Architekt Emanuel LaRoche und ich haben im Winter 1889/90 während vier Monaten, von Colombo ausgehend, Indien kreuz und quer durchreist und vornehmlich die Stätten mit architektonisch wertvollen Bauten aufgesucht. (...) Ich hatte LaRoche als Wunsch nahegelegt, dass über das, was wir gründlich sehen und in uns verarbeiten würden, eine Veröffentlichung erfolgen sollte. (...) Es musste hierzu die bestehende Literatur beschafft werden. Dieser Seite der Arbeit nahm ich mich mehr und mehr an und entschloss mich schliesslich, die Literatur über Kunst und Archäologie Indiens nach Möglichkeit zu erwerben."
(Alfred Sarasin: Meine Bibliotheca Indica. - Basel, 1944. - S. 3-4. - Bibl Cv 55:391)