Themenabende 2006

25.1.06: Die UB – für alle offen. Eine Abendführung
Dorothea Trottenberg, lic. phil. und Monika Wechsler, dipl. biol.
Die UB ist wissenschaftliches Informationszentrum für die Universität und die Region – und zugleich als Kantonsbibliothek «für alle offen». Die erstmals 1471 bezeugte Bibliothek verfügt heute über einen Gesamtbestand von mehr als 3 Millionen Werken, darunter umfangreiche historische Sammlungen von Handschriften, Frühdrucken, Karten und Porträts. Ein Rundgang durch die Publikumsräume, ein Besuch der geschlossenen Magazine sowie die Präsentation wertvoller Werke aus dem Altbestand der UB geben einen Einblick in die älteste Universitätsbibliothek der Schweiz.

22.2.06: Ein Basler enfant terrible – Fritz Lieb und die UB
Helena Kanyar, Dr. phil.
Der Professor für systematische Theologie und Freund von Karl Barth, Fritz Lieb, war ein Politiker und Journalist, Orientalist und Slawist, ein Kunstsammler und Geologe. Seine wertvolle und kuriose russisch-slawische Büchersammlung in der UB zählt über 13'000 Titel, in seinem Nachlass befindet sich Korrespondenz mit Walter Benjamin, Bert Brecht sowie bekannten Persönlichkeiten aus dem östlichen Kulturkreis.

29.3.06: Spurensuche in der UB zu Basler Erdbeben
Ursula Steinegger, dipl. geol.; Hans Berner, Dr. phil.
Erdbeben in Basel: ferne Ereignisse – aktuelle Erkenntnisse. Welche historischen Darstellungen und neuen Forschungsergebnisse lassen sich in der UB finden? Ein Erkundungsgang durch alte Drucke und moderne Informationsmittel soll Wege zum heutigen Wissensstand zeigen.

26.4.06: Holbein und der Buchdruck

Monika Butz, lic. phil.
Hans Holbein wie auch sein Bruder Ambrosius waren nach ihrer Ankunft in Basel 1515 für die hiesigen Buchdrucker tätig und leisteten damit auch einen bedeutenden Beitrag zur Buchillustration. Dieses Werk soll hier vorgestellt werden.

31.5.06: Der Amerbach-Nachlass in der UB

Ueli Dill, Dr. phil.; Lorenz Heiligensetzer, Dr. phil.
Seit 1661, als die Stadt Basel das Amerbachsche Kabinett als Ganzes erworben hat, bewahrt die UB den schriftlichen Teil dieses Familiennachlasses auf. Das sind rund 9'000 Drucke aus dem 15. und 16. Jahrhundert und eine Fülle handschriftlichen Materials (u.a. auch des Erasmus), darunter die Korrespondenz dreier Amerbach-Generationen (1481–1591), die für die Kenntnis der Basler Buchdruck- und Gelehrtengeschichte von einzigartiger Bedeutung ist. Die Führung vermittelt anhand ausgewählter Kostbarkeiten eine Übersicht über die Geschichte und die Vielfalt dieses Bestandes aus der humanistischen Blütezeit Basels.

28.6.06: Biographie eines Unternehmens. Nachforschungen im Schweizerischen Wirtschaftsarchiv
Matthias Wiesmann, lic. phil.
Das «Leben» eines Unternehmens hinterlässt viele Spuren. Mit Dokumenten aus der Sammlung des Schweizerischen Wirtschaftsarchivs soll anhand eines konkreten Beispiels gezeigt werden, wie wichtige und aussergewöhnliche Stationen des Firmendaseins rekonstruiert werden können.

30.8.06: Das elektronische Informationsangebot der UB Basel

Rebekka Scartazzini
Was bedeutet OPAC, was sind e-journals, was macht man mit SFX, und was findet man in der Virtuellen Bibliothek? Eine Einführung in die Benutzung des Online-Bibliothekskatalogs sowie der Fachdatenbanken und elektronischen Zeitschriften demonstriert die Bedeutung der modernen Informationstechnologie für Literaturrecherche und Dokumentenbeschaffung. Anschliessend erfolgt ein Rundgang durch die Publikumsräume der UB.


25.10.06: Von der alten Handschrift zum lesbaren Buch. Ein Blick in die Werkstatt von Editionen, die in der UB entstehen
Hans Berner, Dr. phil.
Die UB leiht nicht nur Bücher aus, sondern ermöglicht auch die Arbeit an alten Drucken, Manuskripten und Nachlässen. Gezeigt wird in dieser Führung der Weg von der originalen Handschrift eines Bonifacius Amerbach oder Jacob Burckhardt hin zur fertigen Buchausgabe mit lesbarem Text und erklärendem Kommentar – ein Blick hinter die Kulissen historischer Quellenforschung.

29.11.06: Der Koran in Basel

Gudrun Schubert, Dr. phil.
Die UB besitzt ein berühmtes Koranexemplar aus dem Jahr 1242. Nicht nur dieses Manuskript und seine Geschichte machten Basel für kurze Zeit zum Schauplatz in Sachen Koran, sondern auch der Druck der ersten lateinischen Koranausgabe von 1542. Dieser hat der Stadt heftigste Auseinandersetzungen beschert. Zum wichtigsten Fürsprecher des Drucks wurde Martin Luther. Weitere kostbare Koranexemplare gehören zum Bestand der orientalischen Handschriften.