Themenabende 2008

30.1.08: Das elektronische Informationsangebot der UB Basel

Julia Klebs (UB Basel)
Was bedeutet OPAC, was sind E-journals, was macht man mit SFX, und was findet man in der Virtuellen Bibliothek? Eine Einführung in die Benutzung des Online-Bibliothekskatalogs sowie der Fachdatenbanken und elektronischen Zeitschriften demonstriert die Bedeutung der modernen Informationstechnologie für Literaturrecherche und Dokumentenbeschaffung. Anschliessend erfolgt ein Rundgang durch die Publikumsräume der UB.

12.3.08: "Die Autographensammelwuth ist eine Krankheit". Die UB und ihre Autographensammlungen

Ueli Dill, Dr. phil. (UB Basel)
Die Universitätsbibliothek bewahrt verschiedene Autographensammlungen auf, darunter als bedeutendste diejenige des Basler Industriellen Karl Geigy-Hagenbach. Am Themenabend sollen das Phänomen des Autographensammelns beleuchtet und eine Übersicht über unsere Autographensammlungen geboten werden. Und zum Schluss werden einzelne Autographen berühmter Persönlichkeiten vorgestellt.

23.4.08: Im Rahmen des Bibliothekstags beider Basel:
Wie das Gehirn liest - oder was aus unserem Gehirn wird, wenn es nicht liest

Prof. Dr. Lutz Jäncke (Universität Zürich)
Lesen ist eine bemerkenswerte Kultureigenschaft des Menschen, die keine Entsprechung im Tierreich hat. Allerdings ist der Erwerb und die Pflege dieser Kultureigenschaft an besondere Lernmechanismen und bestimmte Hirnfunktionen gebunden. Die erworbene Lesefähigkeit hat einen Einfluss auf viele weitere psychische Funktionen und dient auch als wichtiges Ordnungselement unseres Denken.info-ub at unibas.ch

21.5.08: Lügensteine, Sintflut und Giganten - paläontologische Streifzüge durch Bücher der UB

Ursula Steinegger, dipl. geol. (UB Basel)
Fossilien sind Überreste einst lebender Tiere und Pflanzen. Was denn sonst? Naturspiele, im Gestein entstanden durch eine in der Erde schlummernde Kraft? Organismen, die durch die biblische Sintflut aufs Festland geschwemmt wurden? Gebeine und Zähne von riesigen Menschen? Die UB besitzt einige naturgeschichtliche Werke des 16., 17. und 18. Jh., in denen diese und andere Interpretationen von Versteinerungen in Wort und Bild dargestellt sind und die einen Blick in die Anfänge der Paläontologie und die Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse ermöglichen.

4.6.08: Prager Frühling 1968: Mythos und Realität

Helena Kanyar, Dr. phil (UB Basel)
Die Idee eines Sozialismus mit menschlichem Antlitz stiess auch in der Schweiz auf Sympathien, Dubček und Svoboda wurden zu Medienhelden. Nach der sowjetischen Okkupation im August 1968 nahm die Schweiz tausende tschechoslowakischer Flüchtlinge auf. An der Basler Uni unterrichteten der Theologe Jan M. Lochman und der Historiker František Graus, an der Wirtschaftshochschule in St. Gallen Ota Šik. 

20.8.08: Die Konferenz in Czernowitz, das Chemiestudium in Basel: Grundlegung der jiddischen Literaturgeschichte

Shifra Kuperman, lic. phil. (Basel)
Vor genau 100 Jahren, Ende August 1908, fand in Czernowitz eine Sprachkonferenz statt, an welcher das Jiddische zu einer Nationalsprache des jüdischen Volkes erhoben wurde. In der Folge trennten sich die Wege der hebräischen und der jiddischen Literatur. Eine weitere Folge war das "Leksikon fun der yudisher literatur un presse" (Zalman Reisen, Warschau 1914). Im Lesesaal der UB steht (nur) die zweite, erweiterte Ausgabe; doch führen mehrere Fäden an die Basler Universität und insbesondere an die Universitätsbibliothek zurück. 

17.9.08: Studieren in Basel: Ein Streifzug durch die frühe Universitätsgeschichte

Lorenz Heiligensetzer, Dr. phil. (UB Basel)
Die UB beherbergt einen ansehnlichen Bestand an Dokumenten zur Universitätsgeschichte Basels. Anhand von Briefen, Stipendienlisten, Matrikeln und anderen Quellen bietet der Themenabend Einblick in die Frühzeit der Basler Universität sowie in den Alltag damaliger Studenten (15./16. Jahrhundert).

15.10.08: Die UB - für alle offen. Eine Abendführung

Dorothea Trottenberg, lic. phil. und Dominik Hunger, lic. phil. (UB Basel)
Die UB ist wissenschaftliches Informationszentrum für die Universität und die Region - und zugleich als Kantonsbibliothek "für alle offen". Die erstmals 1471 bezeugte Bibliothek verfügt heute über einen Gesamtbestand von mehr als 3 Millionen Werken, darunter umfangreiche historische Sammlungen von Handschriften, Frühdrucken, Karten und Porträts. Ein Rundgang durch die Publikumsräume, ein Besuch der geschlossenen Magazine sowie die Präsentation wertvoller Werke aus dem Altbestand der UB geben einen Einblick in die älteste Universitätsbibliothek der Schweiz.

5.11.08: Wo Welten aufeinander prallten: Eroberung und Kolonisierung Lateinamerikas in Augenzeugenberichten

Alice Spinnler, lic.phil. (UB Basel)
Mit der Entdeckung der Neuen Welt vor gut 500 Jahren prallten Kulturen aufeinander, die punkto Lebensweise, Religion und Weltanschauung nicht unterschiedlicher sein konnten. Anhand von Passagen aus den Beständen der UB sollen blitzlichtartig diese Gegensätze beleuchtet werden.

10.12.08: Felix Weingartner in der Schweiz

Prof. Dr. Matthias Schmidt, Dr. Simon Obert und Studierende des Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität Basel
Felix Weingartner war eine schillernde Persönlichkeit im europäischen Musikleben der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Als Dirigent, Komponist und Schriftsteller ist er der Schweiz in besonderer Weise verbunden gewesen: Allein in Basel wirkte er als Direktor der Allgemeinen Musikgesellschaft, des Basler Orchesters und des Konservatoriums. Mithilfe seines in der Universitätsbibliothek aufbewahrten Nachlasses begibt sich ein Forscherteam auf die Suche nach Weingartners Spuren in der Schweiz - und versucht sie lebendig werden zu lassen.

Über den in der UB liegenden Nachlass des Dirigenten veranstaltet das musikwissenschaftliche Institut der Uni Basel eine Ausstellung in der UB (21.11.2008-7.2.2009).