Die aktuelle Archivalie: Die Kirche von Wassen lässt 3x grüssen

Die Karte von ca. 1875 ist über drei Meter lang und zeigt die projektierte Gotthardstrecke

Ein Höhepunkt für die Reisenden ist der Anstieg zwischen Gurtnellen und Göschenen, wo die Kirche von Wassen dreimal sichtbar ist

Weniger bekannt: Auch auf der Südrampe durch die Schluchten Piottina und Biaschina gibt es Kehrtunnels

Im Jahr 2016 nehmen die SBB den Gotthard-Basistunnel in Betrieb. Die traditionsreiche Gotthard-Bergstrecke wird dann zur Nebenlinie. Die Dokumentensammlungen des Schweizerischen Wirtschaftsarchivs dokumentieren die Geschichte dieser Bahnlinie.

Die Nordrampe - der Weg ist das Ziel

Der alte Gotthardtunnel führt schnurgerade durch den Berg. Sein Bau war eine Herausforderung für die Tunnelbauer von 1872 bis 1882. Aber für die Reisenden liegt das Spektakel ausserhalb der Tunnelportale, nämlich im Bereich der Zufahrtsstrecken bzw. der Rampen.
Besonders prägend sind die Kehrtunnels und Brücken – die Kirche von Wassen lässt dreimal grüssen. Die vielen Kunstbauten waren nötig, um Höhendifferenzen zu überwinden. Denn zum Beispiel zwischen Gurtnellen und Göschenen steigt die Strecke auf wenigen Kilometern von 750 Metern über Meer auf 1100 Meter. Kehrtunnels gibt es nicht nur auf der Nordrampe, sondern auch auf der Südrampe bei Faido und bei Giornico.

Katalog-Tipp

Dokumentensammlungen des SWA zur Gotthardbahn und zur Gotthardstrecke

05.08.2015 / Martin Lüpold