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Bestände

Die Privatarchive umfassen fast 500 Firmen- und Verbandsarchive sowie Personennachlässe aus der ganzen Schweiz. Ein Schwerpunkt liegt auf der Basler Wirtschaft.

  • Bis ins 18. Jahrhundert zurück reichen die Archive bedeutender Handelsherren und Verlagsindustrieller wie jene des Segerhofs und Württembergerhofs. Sie dürfen als europäisches Kulturgut ersten Ranges gelten.
  • Die Akten grosser Schappe- bzw. Florettspinnereien dokumentieren die Fabrikindustrialisierung des 19. Jahrhunderts.
  • Mehrere Bestände von Firmen wie von Verbänden stehen für die Seidenband-Industrie.
  • Der Basler Bankverein, ein Zusammenschluss von Privatbankiers, spricht für die Grossinvestitionen in den Eisenbahnbau.
  • Akten des Lebensmittelgrossisten Usego, der Schweizerischen Reederei, der Chemiefabrik Schweizerhall, des Architekturbüros Suter + Suter oder der Konservenfabrik Hero stehen für die neuste Zeit.
  • Die Akten und Plakate der Organisationen Armbrust / Schweizer Woche dokumentieren die Bemühungen um eine nationale Wirtschaftspropaganda und um ein Ursprungszeichen für Schweizerware.
  • Zahlreiche Personennachlässe, Haushaltungsbücher und Verbandsarchive stehen für das Umfeld, in dem die Unternehmen agierten.
  • Spezialsammlungen von Kursblättern, Zirkularen, Geschäftsbriefen oder Seidenband-Mustern ergänzen die Bestände.

Vielfältiges Quellenmaterial

Bild SWA Privatarchive

Das breite Spektrum unternehmerischer Tätigkeit spiegelt sich in der Vielfalt der anfallenden Akten. Diese umfassen Protokoll- und Geschäftsbücher, Strategiestudien, Personalunterlagen, Fotos, Werbeschriften, Musterbücher, technische Pläne etc. Es sind Quellen, die von wirtschaftlichem Erfolg oder Misserfolg sprechen, von Organisationsmethoden, Investitions- oder Marktstrategien und nicht selten auch von Unternehmenskultur. Dazu kommen Akten von Verbänden, Oft enthalten die Privatarchive umfangreiche Korrespondenz, die meist dank eines glücklichen Zufalls über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte hinweg erhalten geblieben ist und heute ein lebendiges Bild von der beruflichen und privaten Welt der Schreibenden zu vermitteln vermag.