Open Access an der Universität Basel

Finanzierung von Publikationskosten für Open Access (Pilotprojekt ab Januar 2020)

Die Universität Basel unterstützt Forschende bei Open-Access Publikationen:

Pilotprojekt Publikationsfonds 2020-2022: Für Gold Open Access Publikationen, bei denen die Article Processing Charge (APC) nicht durch eine Drittmittelförderung abgedeckt werden kann, stellt die Universität ab Januar einen komplementären Fond bereit. Angehörige der Universität Basel können die Förderung beantragen, wenn ihre Publikationen folgende Kriterien erfüllen:

  • Hauptautoren /Hauptautorinnen oder Corresponding Authors gehören der Universität Basel an (unibas-Email-Adresse).
  • Die Publikation ist ein Zeitschriftenartikel oder ein Buchbeitrag.
  • Es ist eine Gold Open Access Publikation.
  • Die Zeitschrift hat ein Peer-Review-Verfahren oder erfüllt äquivalente, im Fach etablierte Qualitätskriterien.
  • Es liegt keine Drittmittelfinanzierung vor, die auch Kosten für Gold Open Access Publikationen abdeckt.

Maximal ist eine Förderung von CHF 2'500 möglich. Eine Teilfinanzierung von höheren Publikationsgebühren ist möglich.

Nicht gefördert werden Hybrid Open Access Publikationen oder Open Access Bücher.

Sie erhalten zeitnah Bescheid, ob ein Anteil der Publikationsgebühren durch den Fonds gedeckt werden kann oder nicht. Anträge werden nach Reihenfolge des Eingangs bearbeitet. Das Eingangsdatum ist massgebend für die Berücksichtigung, sollte der Fonds vorzeitig erschöpft sein.

Alle grossen Forschungsförderer unterstützen Gold Open Access Publikationen. Informationen zu den Antragsmöglichkeiten finden Sie auf den Seiten der Förderer:

 Bei Fragen wenden Sie sich bitte an openaccess at unibas.ch

 

Publikationsrabatte: Die Abkommen der Universitätsbibliothek mit ausgewählten Verlagen berechtigt zu Rabatten auf die Publikationsgebühren (Article Processing Charges).

Was ist Open Access?

Open Access bezeichnet den freien Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen über das Internet. Open Access wird von Wissenschaftsorganisationen, Hochschulen und Bibliotheken rund um die Welt unterstützt. Ziele der Bewegung sind:

  • rasche, weltweite Verbreitung wissenschaftlicher Information
  • freier Zugang zu den Ergebnissen öffentlich finanzierter Forschung
  • erhöhte Sichtbarkeit und Zitierhäufigkeit von Dokumenten
  • vereinfachte Nutzung für die weitere Forschung
  • Förderung der interdisziplinären und internationalen Zusammenarbeit
  • langfristige Verfügbarkeit der Dokumente

"Grün" und "gold": die Wege zu Open Access

In der Praxis werden zwei Open-Access-Strategien unterschieden:

  • Grüner Weg: Selbstarchivierung oder Zweitveröffentlichung konventionell publizierter Beiträge auf fachspezifischen oder institutionellen Servern (Repositories). An der Universität Basel steht hierfür der Dokumentenserver edoc zur Verfügung.
  • Goldener Weg: Erstveröffentlichung von wissenschaftlichen Artikeln in qualitätsgesicherten (peer reviewed) Open-Access-Zeitschriften

Open Access an der Universität Basel und in der Schweiz

Die Universität Basel ist Mitunterzeichnerin der "Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen" und besitzt seit 2013 eine Open-Access-Policy.

2006 unterzeichneten die wichtigsten Schweizer Wissenschaftsorganisationen geschlossen die Berliner Erklärung. Seit 2007 verpflichtet der Schweizerische Nationalfonds (SNF) Beitragsempfängerinnen und -empfänger zur Veröffentlichung ihrer Forschungsresultate in Form von digitalen, auf dem Internet entgeltfrei zugänglichen Publikationen (Open-Access-Publikation).

2017 und 2018 haben swissuniversities und die Schweizerische Hochschulkonferenz eine nationale Open-Access-Strategie für die Schweiz und einen entsprechenden Aktionsplan verabschiedet, mit dem Ziel, dass bis 2024 "alle mit öffentlichen Geldern finanzierten wissenschaftlichen Publikationen im Internet frei zugänglich sein" müssen.