Die aktuelle Archivalie: 30 Jahre WWZ, 30 Jahre Rosshof

Plan des Rosshofs von Naef & Studer & Studer (1980; Signatur: CH SWA PA 550, Nr. 124)

Vor 30 Jahren sah die Welt noch ein wenig anders aus: Im Jahr 1988 existierte die Sowjetunion noch. Es war die Zeit des Kalten Kriegs.
Vor 30 Jahren wurde das WWZ gegründet, das Wirtschaftswissenschaftliche Zentrum der Universität Basel.
Die bisher an verschiedenen Standorten angesiedelten Institute – Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft, Statistik und Ökonometrie, Informatik – wurden in einem Neubau zusammengefasst.
Natürlich wurde in Basel schon länger Wirtschaft studiert, gelehrt und erforscht. Mit der Gründung des WWZ begann gemäss den Verantwortlichen eine «neue Aera der Oekonomie an der Universität Basel».

Neubau im Rosshof

Das WWZ erhielt mit dem Neubau des Rosshof-Gebäudes einen modernen und architektonisch anspruchsvollen Sitz.
Mit der Einweihung des Neubaus endete eine lange Planungsphase. Platzbedarf hatte es schon in den 1970er Jahren gegeben. Ein Vorprojekt für das Gebäude legten die Zürcher Architekten J. Naef & E. Studer & G. Studer schon 1980 vor. Das Rosshof-Areal, das früher als Pferdestallung gedient hatte, wurde lange als Parkplatz zwischengenutzt.

Jolly Jumper im WWZ

Im Rosshof zogen dann auch die neue WWZ-Bibliothek und das schon 1910 gegründete Schweizerische Wirtschaftsarchiv ein (heute UB Wirtschaft - SWA).
Für die Kunst am Bau sorgte Hannes Vogel, der Jolly Jumper und vielen anderen Pferden ein Denkmal setzte.
Das WWZ erlebte in den letzten 30 Jahren einen grossen Aufschwung. Wichtige Etappen waren die Gründung einer eigenen Fakultät 1997 – nach der Herauslösung aus der Philosophisch-Historischen Fakultät – sowie 2009 der Umzug vom Rosshof ins Jacob Burckhardt-Haus.

15.08.2018 / Martin Lüpold