Ausstellung "Heinrich von Geymüller"

Vor 100 Jahren, am 19. September 1909, starb der Basler Heinrich von Geymüller, einer der weltweit anerkannten Erforscher der Renaissance-Architektur Italiens und Frankreichs, der jüngere Freund Jakob Burckhardts und Ehrendoktor der Universität Basel. Der 1839 in Wien geborene Geymüller war ein Pionier der Bauforschung und der Denkmalpflege. Bereits in seiner Dissertation von 1868 beschäftigte er sich eingehend mit dem Petersdom in Rom, und er arbeitete später auch massgeblich an der Fertigstellung der Fassade des Mailänder Doms und an der Restaurierung der Kathedrale von Lausanne mit.

Der auf drei Städte verteilte schriftliche und zeichnerische Nachlass lädt dazu ein, an Geymüllers 100. Todestag eine Ausstellung zu präsentieren, die den Architekturforscher und Architekturzeichner am Schreibtisch und am Zeichenbrett vorstellt. Dazu wurden erstmals Bestände aus Graz, Lausanne und Basel zusammengeführt.
Die Ausstellung wird zunächst in der Basler Universitätsbibliothek und anschliessend in Graz gezeigt.

Vernissage: Freitag, 4. September 2009, 18.15 Uhr  
Begrüssung: Hannes Hug, Direktor der Universitätsbibliothek Basel
Worte zu Geymüller, dem Renaissance-Forscher: Prof. Dr. Josef Ploder, Graz
Dank der Veranstalter: Prof. Dr. Georg Germann, Bern
Renaissance-Musik: Barbara Germann (Blockflöte) und Elam Rotem (Cembalo)
Aperitif

Ausstellungsdauer: 5. September bis 14. November 2009

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 8.30–21.00 Uhr  

Gruppenführungen deutsch oder französisch nach Vereinbarung.
Kontakt: Georg Germann, Tel. 031 351 22 67, E-Mail: mailto.germann at bluewin.ch

Der Ausstellungkatalog ist von Autoren aus vier Nationen verfasst, wie es dem Kosmopoliten Heinrich von Geymüller gebührt: Heinrich von Geymüller (1839–1909), Architekturforscher und Architekturzeichner. Friedrich Reinhardt Verlag Basel, ISBN 978-3-7245-1621-7.
Er ist während der Ausstellungsdauer für CHF 20.-- an der Ausleihtheke der UB erhältlich.  

Leihgeber:
Basel, Bibliothek der Öffentlichen Kunstsammlung
Chavannes-près-Renens, Archives cantonales vaudoises
Graz, Institut für Kunstgeschichte der Karl-Franzens-Universität
Lausanne, Bibliothèque publique et universitaire  

Die Ausstellung in Basel und Graz und den Druck des Katalogs haben unterstützt:
Freiwillige Akademische Gesellschaft Basel
Karl-Franzens-Universität Graz
Kulturstiftung Pro Helvetia
Land Steiermark
Lotteriefonds des Kantons Basel-Stadt
Schweizerische Stiftung Pro Patria      

 

18.08.2009 / cb